Was ist Heimat?

Es ist ganz schwer, darauf zu antworten. 
Ist Heimat dort, wo ich geboren wurde oder da wo ich lebe, wo es mir gut geht? Ist Heimat ein Ort, ein Land, eine bestimmte Landschaft? Ist meine Heimat da, wo ich mir etwas geschaffen habe, vielleicht ein Haus gebaut, eine Familie gegründet?

Was ist Heimat, wo ist meine Heimat?
Viele Fragezeichen, viele Fragen überhaupt. Ich kenne das Heimweh nur zur Genüge, oft hatte ich in meinem Leben damit zu tun. Aber wonach hatte ich Heimweh, was war es, das mir dann oft das Herz schwer machte?
Wie zum Beispiel kann ich Heimweh haben nach einem bestimmten Ort oder Haus, wenn dort überhaupt niemand mehr lebt, den ich kenne? Manchmal kommen in stillen Stunden Gedanken hergeflogen, einfach so durch den blauen Nebel der Vergangenheit in die Jetztzeit hinein.
Sie erzählen von Zeiten und Menschen, von Stätten und Ereignissen und ich träume in diesen Augenblicken von einer Heimat, die ich immer suchte und doch niemals fand.

Ich definiere für mich selbst die Heimat als die Zeit und die Orte meiner Kindheit. Ich benenne es dann immer mit dem Wort »Kinderheimat«! Ja, ich weiß, es klingt auch ein wenig kindhaft, aber ich meine es wirklich so! 
Das kommt sicher daher, dass ich in meinem Leben niemals so richtig bodenständig war! Früh herausgerissen aus einer Kinderzeit mitten in den Wirren und Grausamkeiten des Krieges, plötzlich hineingestellt in den Kampf ums Überleben der Nachkriegszeit. 

Wurzellos, bodenlos, heimatlos? Ein Freund aus dem Internet fragte mich, warum ich mich im Web Wildgooseman nenne! (die männliche Wildgans) Ich denke, es kommt daher, dass ich ebenso wie die Wildgänse ständig den Drang verspüre, fortzuziehen. Genau so gern jedoch komme ich wieder nach Hause! Ich möchte unterwegs sein und dennoch einen Fixpunkt haben, an dem ich landen kann.
Ist das ein Heimatgefühl? Sicher ist es das nicht. Auch meine Familie ist nicht meine Heimat, sie ist ein Teil von mir und meiner Persönlichkeit, aber mit Heimat hat das nichts zu tun.

Man sagt immer: »Einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr!« Ich glaube nicht an solche Aussprüche. 
Auch im Alter habe ich das Umpflanzen immer gut überstanden, sofern nur der Boden gut vorbereitet war. Jeder Gärtner kennt diesen wichtigen Grundsatz! Heimat aber wird nicht daraus, ich bin der Meinung, Heimat hat man im Herzen, in der Seele. Heimat ist tief in mir. Aber trotzdem kann und darf immer ein Gefühl von Sehnsucht bleiben, Sehnsucht nach der weiten Ferne. Heimweh und Fernweh sind Geschwister, waren es schon immer, solange es die Menschheit gibt. Wer könnte mir das Gegenteil beweisen?

 

Die Straße

Es gibt eine Straße, die jedermann kennt. Sie führt über Brücken, durch tiefe Täler, über hohe Pässe. Sie schlängelt sich durch dunkle Wälder und grüne Wiesen, kleine Dörfer und große Städte. Und sie ist außerordentlich viel befahren. Fahrzeuge aller Art benutzen sie. Große, kleine, schnelle und auch einige im Schneckentempo. 

    Es ist außerordentlich schwierig, hier ein Überholmanöver zu starten. Die Gefahren sind riesig, leicht kommt es zu einem Crash, der sehr oft zu einem Totalschaden wird. Das Wenigste, das wir dann erwarten können, sind einige Beulen. Sie sind reparierbar, zu vertuschen, unsichtbar zu machen. Aber es bleiben Spuren für immer. 

    Kennst du diese Straße? Du kennst sie genau, ihre Richtung, ihre Kreuzungen, ihre Abzweigungen. Du fährst sie schon etliche Zeit, die Straße deines Lebens! Hast selber so manchen Unfall erlebt. Manchmal schuldlos, ein anderes Mal vielleicht ein wenig dazugetan? Hast du nicht auch schon jemand unbewusst die Vorfahrt genommen? Ihm die Parklücke weggeschnappt? Bist zu schnell und rücksichtslos dahingebrettert? 

    Gib es doch zu, irgendwie halten Jagen und Gejagt werden sich doch auch ein wenig die Waage! Und nun treibt dich der Verkehrsstrom weiter und weiter und weiter. Und du weißt nicht einmal, wohin! Ja, du weißt nicht einmal, wohin diese Straße überhaupt führt. Irgendwann kommst du an, am Ziel, das ist sicher. Und doch gibt es unterwegs noch so viel zu sehen, zu bestaunen, zu erleben. Da ist noch so manche Raststätte, die du besuchen wirst, so manch schöner Ort, der zum Verweilen direkt animiert!
    Irgendwo an dieser Straße trafen wir uns. Ich glaube, es war ein Glücksfall. Ich hatte keinen Treibstoff mehr. Ölwechsel war längst fällig. Und du warst es leid, allein durch die dunkle Nacht zu rasen. Jeder gute Rallye-Fahrer braucht einen Co-Piloten, der Karten lesen kann. Ich glaube, dass ich dieser Co-Pilot bin. Ich werde dir sagen, wann eine Kurve kommt, wann du abbiegen musst, wenn eine Durchfahrt etwas eng wird, wenn dir ein anderer an die "Karre" fahren will! Und solltest du mal einschlafen, dann wecke ich dich mit einem Kuss und sage dir zärtlich: "Aufpassen!" 

Ja, so fahren wir gemeinsam auf dieser gefährlichen Straße des Lebens, bei Sonnenschein und Regen, bei Glatteis und Wildwechsel. Die Heckscheibe ist zugeklebt. Der Außenspiegel völlig ausreichend. Wichtig ist der Blick nach vorn!
    Um eines bitte ich dich. Lass uns des Öfteren mal kurz anhalten, Rast machen, die Landschaft genießen. Wir wissen nicht, wie lange die Fahrt noch dauern wird. Wenn andere uns überholen, was macht es? Vielleicht kommen sie noch viel früher ans Ziel, ohne es zu wollen. 
Jemand sagte mal: "Der Weg ist das Ziel!" Du siehst: Nicht das Ankommen, sondern das gemeinsame Unterwegsein hat die Priorität. Nur wie man unterwegs ist, das ist wichtig, heute, morgen und vielleicht auch übermorgen ... 
Bis dahin: Gute Fahrt weiterhin ..
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Es wird so sein.

Und dann kommt einmal der Tag
An dem dich der Himmel einholt,
Von dem du immer träumtest.
Alle Bäume verharren dann
In stummer Trauer
Und nichts wird mehr so sein,
Wie du es kanntest.
Aber die Gänse werden weiterfliegen
Die Sterne ziehen ihre Bahnen,
und die Flüsse verlieren sich 
in der Unendlichkeit des Meeres.

So wird es sein!

©by h.c.g.lux

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Ein schöner Tag

Ein schöner Frühsommertag. Ist es hier im Park nicht herrlich? Die Sonne lacht, es ist nicht zu warm, nicht zu kalt. Toll! Man bekommt so richtig Lust, der Natur zu folgen und die verschwiegenen Pfade des Parks entlang zu wandern. Dort die alte Bank lädt mich zu einer Rast ein. 
     Da, wenn du das hören könntest, eine Amsel singt ihre wunderbare Melodie, auch wenn es vielleicht immer gleich klingt, es erscheint trotz allem jedes Mal anders. Und dort in dem uralten Baum das Eichhörnchen. Das Tierchen im rot-bunten Fell huscht zwischen den Zweigen der hohen Buche herum. Immer auf der Seite, die mir abgewandt ist. Wer gibt ihr das wohl ein?

     Dann auf dem Rasen die schwarze Dohle, ihr grauer Schopf leuchtet hell vor ihrem schwarzen Federkleid! Nun schaut sie zu mir herüber, was mag sie denken? Denkt sie überhaupt? Jetzt wirft sie mit dem Schnabel einen Stein auf den Gehweg. So etwas sah ich noch nie. 
     Konrad Lorenz hätte es eine Übersprunghandlung genannt! Schade, dass ich mich mit dem Vogel nicht unterhalten kann. Das müsste spannend sein. Ich würde mich gern mit ihm über die Menschen unterhalten. Ob die Dohle negativ über mich denkt? 
    Warum interessiert mich das eigentlich, was ein schwarzer Vogel über mich denken würde? Hah, ich glaube ich spinne. Ja, aber trotzdem, was denkt er wohl über mich? Ob er weiss, dass ich ihn mag? Nein, sicher nicht, woher wohl. 
Es sind kaum zehn Schritte, die mich von ihm trennen. Jetzt bloss keine hastigen Bewegungen machen, ich möchte gern, dass er näherkommt.

    Tatsächlich, der Schwarze ist nur noch ein paar Meter von mir entfernt. Er schreitet - ganz recht - er schreitet auf der Rasenkante des Weges entlang auf mich zu. Die schwarzen Äuglein beobachten mich aufmerksam.
Da liegt ein kleiner Zweig auf dem Weg. Der Vogel hüpft von der Steinkante herunter, geht um den Zweig herum, fasst ihn mit dem Schnabel am dünnen Ende und zieht ihn vom Weg herunter auf den Rasen! Parkreinigung auf Vogelweltart, man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen hat. 
Das Vogel auf dem Rasen sucht irgendetwas zwischen den Grashalmen, wirft dabei den Kopf in die Höhe, zupft dann etliche längere Grashalme aus dem Rasen.

     Plötzlich kribbelt es in meiner Nase. Ein starker Niesreiz quält mich, ich versuche ihn zu unterdrücken, vergeblich! Ohne Vorwarnung für die Dohle entlädt sich eine gewaltige Eruption. Erschreckt und mit voller Lautstärke schimpfend flattert der Vogel davon. Zwischen den Bäumen heraus höre ich ihn noch weiter motzen. Ich kann ihn gut verstehen. Jetzt ist sein Urteil über mich wohl nicht mehr so positiv, wie ich vorher annahm. Na gut. War halt höhere Gewalt.

    Plötzlich ist das Eichhörnchen wieder da, emsig und nur in ganz kurzen Abständen einhaltend, jagt es über den Rasen zum nächsten Baum. Warum lässt man es nicht für Deutschland bei den Olympischen Spielen starten? Da wäre man bestimmt sicher, dass es nicht unter Dopingverdacht gerät ...
Bevor ich nun noch ganz anfange, zu spinnen, werde ich noch ein paar Kilometer wandern. Auf Wiedersehn, ihr fröhlichen Parkbewohner!

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»Nein« spricht die Dohle, schwarz und klein,
»Ich will jetzt keine Dohle seyn!
Gleicht mein Gefieder nicht der Kohle,
so glänzend schwarz und silberrein?
Beym Himmel auch, nicht eine Dohle, 
Nein eine Amsel muss ich seyn!«

Sie sprachs. Da fing die Amsel an
zu singen ihre Frühlingslieder;
Die Thörin krächzt ihr nach und man
Erkennt mit Spott die Dohle wieder.

Wie einen Vogel am Gesang,
So kennt am Wort man deinen Rang;
Kein Kleid macht dich geehrt und groß,
bist du verdienst- und bildungslos.


(Josef Sigmund Ebersberg 1799-1854)

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Wunderbares Wunder

Ich schaue durchs Fenster in unseren Garten. Ist das nicht wunderbar? Das Gras, die Büsche, die Blumen, die Bäume, alles ist nur für uns gemacht. Jedenfalls glauben wir es.
Sieh doch, wie die Vögel beschäftigt sind, die Hummeln, die Ameisen. Sieh genau hin, wie die Sonne all das mit ihrer Wärme überschüttet.
Alles bewegt sich, alles wächst, blüht, verändert sich. Alles lebt!

      Und doch: Leben auf unserer Erde, ist das einfach so natürlich? Kann das vielleicht nicht auch unnatürlich sein, dieses ›Natur pur‹? Denken wir an die eisigen Polargebiete, an feuerspeiende Vulkane. Was sind die glühenden Wüsten unter der Brise des heißen Windes? Unnatürlich, wie auch der zerstörerische Tsunami im Ozean? Haben wir die alles vernichtenden Erdbeben im Blick, auch das ist Natur pur?
Ja, all das ist halt das Leben auf unserem Planeten!huus_11

Aber das Leben auf unserer Erde versucht, all diesen tödlichen Gefahren zu widerstehen. Das Leben kämpft, es will mehr! Und es sucht nach allem, was es dafür braucht. Das Leben sucht meist all das, was es nicht selbst hat. Das Leben raubt sich all das, was nötig ist, um eben zu überleben! Das Leben ist ständige Rebellion. Mit allen möglichen Mitteln und auf allen möglichen Wegen.

    Dafür tauscht das Leben alles, was zu seinem Zweck passt, und was sein eigenes Defizit ergänzen kann, um erfolgreich für seinen eigenen Schutz gegen die Natur zu kämpfen. Das ist enorm wichtig. Jeder bestätigt, verteidigt und fördert sein eigenes Selbst. Sieh hin, wie der Löwenzahn seine Blätter weit unten spreizt und das Gras abstößt. Und wie die Rosen ihre Dornen schärfen, wie die mutige Amsel die gierige Elster von seinen Jungen wegjagt.

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      Licht und Dunkelheit. Zwischen diesen Polen finden sich die Dinge in konstruktiven Wechselwirkungen. Sehen wir uns doch dieses Schauspiel des Seins an! Diesen Widerstand des Lebens gegen die Natur. Es passiert einfach, tausendmal und zu jeder Zeit, einfach unschlagbar. Niemand muss irgendeinen Knopf drücken oder nach Lourdes pilgern, um Wunder zu erleben. Diese ›Wunder‹ geschehen einfach. Milliardenfach und in ganz gewöhnlicher Weise. So gewöhnlich, dass wir es kaum noch bemerken. Wir denken kaum darüber nach.

     Nehmen wir doch mal die Zellteilung. Der gesamte menschliche Zellzyclus beispielsweise dauert etwa 19,5 Stunden. Das ist die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zellteilungen. Ist das nun viel? Wie viel ist denn ›viel‹? Wie klein ist klein? Wie komplex ist komplex? Ist der Bodensee klein oder groß? Es kommt immer auf den Standpunkt an.

    Ich schaue auf unseren Garten. Unser Garten. Unser? Aber was geschieht denn hier? Geben wir ihm das Leben? Können wir alles wachsen und blühen lassen? Sind es unsere Bakterien, unsere Mikroben, unsere Bienen oder Wespen, unsere Hummeln oder Mücken? Unsere Schwalben? Der Zaunkönig sieht keinen Zaun um unsere Gärten, für ihn ist alles frei, freie Natur! Wie der fliegende Flaum des Löwenzahns. Er fliegt, wohin er will, nicht wahr?

     Ach ja, noch eine letzte Frage: Ist es unsere Erde, unsere Sonne? Unser Sonnenlicht, unser Chlorophyll? Ja, dieses Wunder gehört uns, uns allen! Und wir sollen es bewahren. Ist das nicht wunderbar?

 

Haiku

Die rote Rose
verblasst ganz schnell im Licht des
heißen Sonnenstrahls.

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garden

Wir gehören dazu!

Ein wunderschöner Sommertag. Weit offenstehendes Fenster, ein leichter frischer Windhauch weht vom Garten hinein ins Zimmer. Ein schwarzer Amselmann hüpft springlebendig durch das taunasse Gras, begierig, ein vorwitziges Würmchen zu erwischen. Die Sonne hat ihren Tageslauf begonnen, ihre wärmenden Strahlen erfüllen den Garten mit einem hellen Licht.  Sie verleitet mich direkt dazu, mein Frühstück draußen im Garten einzunehmen. Dort an der Westseite der Terrasse steht der grosse Schmetterlingsfliederbaum mit unzähligen lavendelfarbenen Blütendolden.
Er ist umschwärmt von Dutzenden von Schmetterlingen. Da ist der Zitronenfalter und das Tagpfauenauge, der Admiral und der kleine Fuchs, einige Weißlinge und Bläulinge runden diesen Reigen der gaukelnden Schar ab.
Damit noch nicht genug, dicke Erdhummeln und kleinere Wiesenhummeln konkurrieren da noch mit wilden Bienen und einigen Schwebfliegen - kurzum, es ist ein buntes Treiben, das am frühen Morgen den Garten beherrscht.

      Irgendwie aber stelle ich doch einen Wandel fest. Das frische, helle Grün der Sträucher im frühen Sommer ist einem satten, beinahe schon bräunlichen Ton gewichen. Und auch das Blau des Himmels leuchtet nicht mehr ganz in seinen tiefblauen Tönen, ja, das Licht im Allgemeinen hat eine Veränderung erfahren, es ist nicht mehr so gleissend und hart, sondern hat viel mildere, sanftere Strahlen hervorgebracht, finde ich.
Der frühe Morgen zeigt sich auch bereits viel kühler als noch vor einigen Wochen. Auch die ersten braunen und gelben Blätter zeigen sich schon an den Bäumen.

     Alles ändert sich eben im Laufe der Zeit, die Natur bereitet sich anscheinend schon auf ihre Wendezeit vor, der Herbst klopft schon leise an die Tür! Und alles, was da heute noch so fröhlich kreucht und fleucht, wird dann den Weg alles Irdischen gegangen sein oder nach dem folgenden Winter wieder zu neuer Blüte und Pracht erwachen. Das ist nun mal der Kreislauf des Lebens, dem auch wir Menschen unterworfen sind, wenn auch in einem anderen Rhythmus.
 Weil ich das alles weiss, kann ich auch in intensiveren  Abläufen leben. Ob es immer wie geplant von statten geht, mag dahingestellt sein. Ich versuche es jedenfalls, so oft es möglich ist.
    Wenn der Garten mir alles vorlebt, alles zeigt, was mir wichtig ist, kann ich das kleine Glück des Tages geniessen. Was brauche ich denn noch weiter als dieses Stück der Zufriedenheit, das ich am Morgen eines Tages empfinde, wenn ich Blumen, Schmetterlinge und Vögel bei ihrem Tun beobachten darf?

     Der Kreislauf der Natur ist auch der Kreislauf von Wachsen, Gedeihen und Vergehen, auch meines eigenen Lebens! Wenn ich das erkannt habe, habe ich auch den Sinn des Morgens erfasst; wenn ich beim Fühlen all jener kleinen Glücksmomente innehalte und zu mir selbst finde, weiss ich, dass die gesamte Fülle dieser Ansichten und Einsichten den Sinn meines Lebens ergibt.

 

Tanz des Sommers

Wenn am Morgen
die Sonne die Erde küsst,
die lange Nacht
Vergangenheit ist,
wenn das Morgengrauen
dann ganz sacht
mit goldenen Strahlen
den Tag anlacht.

Wenn die Amsel
im Garten jubelnd singt,
zwischen bunten Blumen
ein Schmetterling
gaukelt zwischen Gräsern
und grünen Zweigen,
dann tanzt dieser Morgen
den Sommerreigen.